Gosbacher Nachtumzug

Gerade mal vier Jahre war die Breithutgilde im Jahre 1996 alt, da wurde sie ihrem Leitmotiv „Erhaltung, Pflege und Ausbau des örtlichen Fasnetsbrauchtums“ in besonderer Weise gerecht und veranstaltete zum ersten Mal den Gosbacher Nachtumzug. Seither sind im Dorf immer genau drei Wochen vor dem eigentlichen Fasnetswochenende Hexen, Löwen und so manch andere Gestalten los. Pünktlich  um 18 Uhr am Samstagabend starten die gut 60 Gruppen – Narrenzünfte, Guggenmusiken und Schalmeien – und bilden auf gut einem Kilometer Länge ein farbenprächtiges und ohrenbetäubendes Spektakel.

 

Die Teilnehmer kommen meist aus der näheren Umgebung und dem gesamten süddeutschen Raum, bisweilen dürfen wir aber auch Gäste zum Beispiel aus der Schweiz begrüßen. Allen gemein ist, dass sie sich dem Erhalt des schwäbisch-alemannischen Fasnachtsbrauchtum verschrieben haben.

Bereits am Nachmittag werden die Zunftmeister der teilnehmenden Gruppen beim traditionellen Zunftmeisterempfang in der Turnhalle begrüßt. Während dort noch in Anwesenheit der Gemeindehonorationen unter anderem der jährlich wechselnde Spendenzweck verkündet wird, füllen sich die Dorfstraßen langsam mit Hästrägern und Schaulustigen.

Bevor der Startschuss zum Umzug erfolgt, heizen ab 17 Uhr die angereisten Guggenmusiken und Schalmeien bei ihrem Monsterkonzert in der südlichen Ortsmitte ein und sorgen somit für ein stimmungsvolles Warm-up.

Schon legendär sind die Partys nach dem Nachtumzug – sei es in der Turnhalle, in den Zelten oder in den vielen Garagen- und Scheunenbars.

Im Jahr 2015 gab es ein Jubiläum zu feiern: Der 20. Gosbacher Nachtumzug hat wieder tausende Teilnehmer und Zuschauer begeistert.